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100. Die Entwicklung der Steuer- und Abgabenbelastung

März 2006
Heft 100, Die Entwicklung der Steuer- und Abgabenbelastung von Volker Stern (Schriftenreihe des Karl-Bräuer-Instituts des Bundes der Steuerzahler; Heft 100), März 2006, 140 Seiten.

 Die Schrift erfasst und analysiert die Entwicklung der Abgabenbelastung auf breiter Front und aus verschiedenen Blickwinkeln. So werden einerseits globale Abgabenquoten errechnet (insbesondere die immer noch gebräuchliche volkswirtschaftliche Abgabenquote, die vom Institut entwickelte volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote sowie die auf Arbeitnehmer bezogene und vom Institut ebenfalls entwickelte Durchschnittsbelastungsquote). Zum anderen wird die Abgabenentwicklung anhand von Belastungsberechnungen für verschiedene Einkommensgruppen sowie für typische Haushalte unter Einbeziehung internationaler Vergleiche näher aufgezeigt. Schließlich wird die Höhe der Unternehmensbesteuerung untersucht und dabei ebenfalls eine internationale Rangfolge ermittelt. Die breit angelegten Berechnungen zeigen, dass die Abgabenbelastung sowohl aus nationaler als auch aus internationaler Sicht weiterhin sehr hoch ist. Daher setzen die von der großen Koalition geplanten Abgabenerhöhungen das falsche Signal. Sie würden zu nachteiligen Belastungsverschärfungen führen, insbesondere die mittel- und längerfristigen Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung beeinträchtigen. Wie die Institutsberechnungen deutlich machen, besteht vielmehr künftiger Entlastungsbedarf, und zwar nicht nur bei der Unternehmensbesteuerung, sondern auch beim Einkommensteuertarif. Die Schrift weist darauf hin, dass Deutschland im globalen Wettbewerb nur dann dauerhaft bestehen kann, wenn sich der Staat zurücknimmt und mehr Freiraum für private Initiative lässt. Bei der Austarierung künftiger Entlastungen im Rahmen der Einkommensbesteuerung sollte besonders darauf geachtet werden, dass Nachholbedarf bei Beziehern mittlerer Einkommen besteht. Sie waren nämlich - auch das wird in der Studie dargelegt - in den vergangenen fünfzehn Jahren die Verlierer.

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