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54. Zur Neuorientierung der Wohnungsbauförderung

April 1983
Heft 54, Zur Neuorientierung der Wohnungsbauförderung, April 1983, Bearbeitung: Volker Stern, 99 Seiten; Abgabe unentgeltlich, solange Auflage nicht vergriffen. Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt läßt - so die Ergebnisse des Gutachtens - eine Fortsetzung der bisherigen Wohnungsbauförderung weder notwendig noch zweckmäßig erscheinen. Bei der erforderlichen Neuorientierung ist ein Rückzug aus der Objektförderung besonders vordringlich. Diese Förderform hat nämlich schwerwiegende wohnungspolitische Mängel und führt zur Verschwendung öffentlicher Mittel in Milliardenhöhe. Statt dessen wird eine Konzentration auf gezielte Subjektförderungsmaßnahmen (insbesondere auf das Wohngeld) empfohlen, weil damit den bestehenden wohnungspolitischen Erfordernissen wesentlich besser Rechnung getragen werden kann. Gleichzeitig werden auf diese Weise beträchtliche Einsparungen möglich. Für entbehrlich wird auch die staatliche Bausparförderung gehalten. Unter den Steuervergünstigungen zur Förderung des Wohnungsbaus wird vor allem die Grundsteuerbegünstigung für neu geschaffene Wohnungen ablehnend beurteilt. Demgegenüber wird den erhöhten Abschreibungsmöglichkeiten für Wohngebäude noch eine gewisse Berechtigung zugesprochen. Wenn es allerdings gelingt, die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau, vor allem das Mietrecht und die Finanzierungsbedingungen, nachhaltig zu verbessern, so erscheinen auch hier Einschränkungen möglich.

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