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55. Zur Neuregelung der Familienbesteuerung

Oktober 1983
Heft 55, Zur Neuregelung der Familienbesteuerung, Oktober 1983, Bearbeitung: Rolf Borell und Volker Stern, 84 Seiten; Abgabe unentgeltlich, solange Auflage nicht vergriffen. In der Schrift werden verschiedene Formen der Familienbesteuerung eingehend behandelt und miteinander verglichen. Daraus ergibt sich, daß insbesondere gegen die Einführung eines Familiensplittings schwerwiegende Bedenken anzumelden sind. So schneidet das Familiensplitting unter dem Blickwinkel der Steuergerechtigkeit im Vergleich zu anderen Besteuerungsverfahren deutlich schlechter ab. Vor allem wären bei der Einführung eines Familiensplittings erhebliche Komplizierungen zu erwarten, durch die Steuerzahler, Finanzverwaltung und Finanzgerichte zusätzlich belastet würden. In der Schrift wird aufgezeigt, daß das Ehegattensplitting in Verbindung mit angemessenen Kinderfreibeträgen die bessere Lösung zur Neuregelung der Familienbesteuerung darstellt. Es genügt nicht nur der Steuergerechtigkeit, sondern dient auch der Einfachheit und Praktikabilität der Besteuerung. Weiterhin kann die Kindergeldgewährung bei einem Ehegattensplitting mit angemessenen Kinderfreibeträgen neu gestaltet und auf ihre sozialpolitische Funktion konzentriert werden. Die Schrift geht auch auf die Problematik der Besteuerung von Teilfamilien (alleinerziehende Elternteile/"Zahlväter") ein. Zur Berücksichtigung von zwangsläufigen Kinderbetreuungskosten wird für Alleinerziehende ein angemessener pauschaler Abzugsbetrag gefordert, der der verminderten steuerlichen Leistungsfähigkeit dieser Personengruppe Rechnung trägt.

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