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91. Steuer und Abgabenbelastung in Deutschland

März 2000
Heft 91, Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland, Februar 2000, Bearbeitung: Volker Stern, 134 Seiten. Die Schrift untersucht die Steuer- und Abgabenbelastung aus verschiedenen Blickwinkeln. Zunächst wird dargelegt, dass die übliche volkswirtschaftliche Steuer- und Abgabenquote die tatsächliche Einkommensbelastung in Deutschland weit unterzeichnet, weil das Bruttoinlands-produkt als Bezugsgröße überhöht und ungeeignet ist. Um zu ermitteln, wie hoch die Einkommen tatsächlich belastet sind, ist die Summe der Steuern und Abgaben allein zum Volkseinkommen ins Verhältnis zu setzen. Dieses Konzept liegt der vom Karl-Bräuer-Institut entwickelten volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote zu Grunde. Sie betrug 1960 noch 41,5 Prozent und erhöhte sich bis 1999 auf den historischen Rekordstand von 56,1 Prozent. Die bereits verabschiedeten und die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben lassen in den nächsten Jahren nur eine geringfügige Begrenzung der Einkommensbelastungsquote erwarten. Auch weiterhin wird weit mehr als die Hälfte der in Deutschland erzielten Einkommen in staatliche Kassen fließen. Angesichts der anstehenden wirtschaftlichen Probleme und Herausforderungen sind die bisher beschlossenen und die geplanten Steuersenkungen unzureichend. Wo weitere Entlastungen vorrangig ansetzen müssen, auch dafür liefert die Studie Hinweise. Sie geht nämlich detailliert auf die Belastungssituation neun verschiedener Haushaltstypen ein und beleuchtet damit die Unterschiede, die sich hinter dem Durchschnitt verbergen. Sie zeigt auf, dass einzelne Gruppen vergleichsweise glimpflich weg kommen, andere dafür um so stärker belastet werden. Dargelegt wird zudem, dass die deutschen Haushalte beim internationalen Vergleich der Abgabenbelastung bereits vor 20 Jahren sehr schlecht abschnitten, inzwischen aber noch wesentlich schlechter dran sind. Mit der differenzierten Analyse soll ein Beitrag zur Versachlichung der steuerpolitischen Diskussion geleistet und ein Anstoß für die notwendigen Reformen gegeben werden.

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