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Paul Kirchhof: Deutschland im Schuldensog



Jeder Deutsche müsse heute für mehr als 24.600 € Schulden geradestehen, sagt der Verfassungs- und Steuerrechtler Dr. Paul Kirchhof. Kein Zweifel, die Staatsverschuldung stellt ein weit in die Zukunft reichendes Problem dar. In seinem neuen Buch formuliert Paul Kirchhof ein Konzept für den Weg aus dem Schuldensog.
Als Grundübel sieht er an, dass die Gesellschaft von ihrem Staat immer höhere Staatsleistungen bei niedrigeren Steuern fordert. Der Staat weicht in die Staatsverschuldung aus. Er könne aber nur so viel Wohltäter sein, wie er auf der anderen Seite Übeltäter – also Steuereintreiber – sei. Es gelte, den Staat aus der Abhängigkeit vom Finanzmarkt zu befreien.
Ein erster Schritt wäre, Finanzhilfen an andere nur auf Gegenseitigkeit zu leisten, ein weiterer, jeder Erhöhung der Staatsverschuldung eine Senkung unentgeltlicher Staatsleistungen folgen zu lassen. Wachsende Steuereinnahmen müssten künftig allein für den Schuldenabbau verwandt werden. Hierzu könne u. a. auch eine maßvolle Erbschaftsteuer sowie eine Umwidmung des Solidaritätszuschlags dienen.
Ziel der Sanierung müsse sein, den Staat zu festigen und die Rechtssicherheit als Rahmenbedingung unserer Freiheit wieder herzustellen.
Paul Kirchhofs Buch vermittelt neue, wenig bekannte Informationen zur Schuldenkrise und bietet reichlich Diskussionsstoff zu deren Überwindung. 


Paul Kirchhof
Deutschland im Schuldensog
Der Weg vom Bürgen zum Bürger
2012. Buch, 309 S. mit 30 Tabellen und 1 Schaubild im Anhang
Gebunden
C. H. Beck ISBN 978-3-406-64043-8
19,95 Euro


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